Milchwirtschaft in Eiderstedt - Der Milchkeller

Käsebruch

Käsekessel
mit Käsebruch
und Käseharfe

Käsepresse

Käsebruch in Leintuch
in der Käsepresse

Sahne

Satte mit Rahmschicht
auf Milch und Rahmkelle

Holländische Glaubensflüchtlinge führten seit dem 16. Jahrhundert ein modernes Meiereiwesen in Eiderstedt ein. Die Landwirtschaft in Eiderstedt stellte sich daraufhin zu einem erheblichen Teil von Ochsenmast und Getreideanbau auf Weidewirtschaft um. Das Landschaftsbild von Eiderstedt ist bis heute von dieser mehrere Jahrhunderte dauernden Wirtschaftsphase geprägt.

Die Holländer pachteten von den Landwirten den Milchertrag der Kühe und verarbeiteten die Milch in eigener Regie zu Butter und Käse, die sie dann gewinnbringend verkauften. Das mitgebrachte Fachwissen wurde geheim gehalten und längere Zeit nur mündlich weitergegeben. Die produzierten Mengen waren erstaunlich groß: Aufzeichnungen der amtlichen Waage in Tönning belegen für 1583 die Ausfuhr von etwa 1,5 Millionen Pfund (ca. 720 t) und 1610 bereits 3 Millionen Pfund Käse (ca. 1440 t).

Das Thema ist auch sozialgeschichtlich von Bedeutung. Die beachtlich gebildeten holländischen Meieristen waren ein Stand für sich und gehörten weder zu den Bauern, noch zu den Kaufleuten, den Handwerkern oder dem Adel.

Präsentiert wird eine wichtige neuzeitliche Phase der Eiderstedter Wirtschaftsgeschichte, die auch die Landschaft der Halbinsel geformt hat.

Käse war einst Markenartikel (Husumer Nachrichten 14.03.2012)

Videowand

Objekte, Treppe und Videowand

Infotafeln

Info-Tafeln

Gewölbe

Gewölbe, Käseregal, Objekte und Modelle